Mensch und Tier (I): Tierliebe

In den letzten Wochen war die Beziehung von Mensch und Tier öfters in den Schlagzeilen, insbesondere die Feststellung, dass unsere Vierbeiner häufig als Familienmitglied angesehen werden. Nun, das dürfte von den meisten Lesern hier bestätigt werden.

Mal eins vorab: Gut finden wir, wenn Tierliebe bedeutet, dass man sich um den tierischen Freund kümmert und dessen Bedürfnisse berücksichtigt. Sprich, das Tier artgerecht hält (was auch das Aufzeigen von Grenzen beinhaltet) und nicht vermenschlicht – was aber selbstverständlich nicht ausschließt, dass der Freund ein Teil der Familie ist.

Wir haben mal ein paar wissenschaftliche Fakten zusammengetragen: Warum empfinden wir ein Tier als Teil unserer Familie, warum sind Menschen ohne Tier-Beziehung irgendwie nicht vollständig und wieso tun Haustiere so unglaublich gut?

Längst wissen zum Beispiel Forscher, dass bei der Kuschelrunde mit einem Hund Oxytocin ausgeschüttet wird. Besser bekannt ist dies als „Bindungshormon“, dass auch bei Mutter-Kind- und Paar-Beziehungen maßgeblich ist. Dieses Hormon erklärt aber nicht nur, wie es zu unserer Tierliebe kommt und zu dem intensiven Beziehungsgefühl, das wir zum eigenen Rudelmitglied empfinden, sondern wirkt außerdem positiv gegen Stress und lässt die Stimmung steigen. Kuscheln tut uns Menschen also gut (egal mit wem).

Dass gerade Hundebesitzer schnell miteinander in Kontakt kommen, einander grüßen und ein paar Worte wechseln, haben wir alle schon erlebt. Ein Effekt, der Psychologen freut, denn: Ein „einsamer“ Mensch mit einem Hund hat in der Regel deutlich mehr soziale Kontakte zu anderen Menschen und ist dadurch unterm Strich vermutlich weniger allein. Pädagogen wissen, dass ein erzogenes Tier die Konzentrationsfähigkeit bei Kindern steigen lässt und durch die Interaktion empathischer werden.

 

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