Unten am Fluss

Es ist warm. Und sich bewegen ist doof. Doch nur herumliegen kann hund auch nicht, weil er sich sonst wie ein Werwolf bei Vollmond in ein kleines Hängebauchschwein verwandelt. Also raus, ab ins Auto und runter zum Fluss.

Gut versteckt am Rand einer großen Wiese schlängelt sich der Bach entlang. Die Böschung geht manchmal steil bergab, was hund nicht abhalten würde, sich todesmutig wie eine Bergziege nach unten zu stürzen. Doch da Chef keinen eingebauten Allrad hat, muss unsere Wuchtbrumme noch etwas warten. Und das ist sooo superschwierigundgemein, weil wo Wasser da ist auch Matsch und nur ein dreckiger Hund ist ein Glücklicher.

Doch endlich ist da eine Stelle, die etwas flacher ins kühle Nass führt und während unser Trampelfant schon unten durchs Wasser stampft, versucht Herrchen noch ohne auf dem Hosenboden rutschend nach unten zu kommen. Derweil schon Wasserfontänen ausgelöst werden und fröhlich durch die Gegend spritzen, während Bailey durch die Fluten hetzt.

Freilich, es gibt auch die ruhigen Momente, wo hund die Ohren spitzt, die pelzige Stirn in Falten legt und aufmerksam… Nichts beobachtet. Oder etwas im Blick hat, das für Menschen unsichtbar ist. Sie erstarrt, stiert in eine Richtung und fängt plötzlich wild an zu graben. Nur gut, dass die kleine Wildsau sich gleich darauf nochmal in die reinigenden Fluten stürzt…

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