Schon wieder Tierarzt

Kennt Ihr das auch? Na klar, hund ist nur ein Tier, aber wenn es sich nicht wohl fühlt, sich nicht äußern kann, wo es weh tut und still leidet, ist man als Frauchen oder Herrchen gleich mit krank.

Gestern abend beim Toben ist es passiert: Madame meint, schneller als die Hundekumpels sein zu müssen, ergattert mit Müh und Not den Ball und legt dabei eine Bruchlandung hin. Auf dem nassen Gras schlittert sie mit der linken Seite dahin. Den Ball behält sie im Maul, doch ansonsten will sie keinen Schritt mehr weiter. Nun ja, ein bisschen gezerrt hat sie sich schon öfters, wird schon wieder.

 

Am nächsten Morgen humpelt unsere Wuchtbrumme mühsam durch den Flur, Pipi machen geht nicht, sie weiß nicht, wie sie sich hinsetzen soll. Was los ist, versteht sie nicht und zieht ängstlich den Schwanz ein. Dank eines großzügigen Arbeitsgebers heißt es also gleich um neun: Ab zum Tierarzt, untersuchen lassen. Ein bisschen haben wir den Verdacht, dass Bailey diese Besuche provoziert. Denn Leckerlies gibt es außer der Reihe nicht, außer beim Doktor. Und bei dem sind wir seit ihrer Diät quasi einmal im Monat.

 

Es ist wohl, wie gedacht, eine Muskelzerrung, aber eine, die diesmal nicht über Nacht vergeht. Mit Schmerzmitteln ausgestattet heißt es nun eine Woche Garten-Arrest und ansonsten bedarf es einem Rundum-Knuddelprogramm. Anhänglich ist unsere kranke Heldin, würde am liebsten auf den Schoß (was bei Größe und Gewicht schon längst unmöglich geworden ist). Sie sucht Nähe, möchte bei den großen, beschützenden Zweibeinern sein und braucht jetzt einfach etwas Liebe und Zuwendung. Und Herrchen leidet regelrecht mit, obwohl es doch nur ein Vierbeiner ist. Aber eine Familie ist eben immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied…

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