Früher war mehr…

Früher war mehr Lametta. Nein, wir wollen heute nicht über weihnachtlichen Dekowahnsinn schreiben. Aber das Bild schoss uns in diesen Tagen spontan durch den Kopf.

Warum? Wir haben unsere kleine Dicke beobachtet (im Übrigen ist „Dicke“ nicht mehr ganz zutreffend, denn dank unserer Schwimmmüse-Diät wiegt Madame nun unter 34 Kilo, was einem Minus von vier Kilo in zweieinhalb Monaten gleichkommt). Sie schnupperte auf einer Wiese herum, die brach liegt. Um sie herum lange Gräser, vereinzelt ein kleines Blümchen und sonst – nichts. Also, nichts außer Gras.

 

Warum ist das eigentlich so? Gab es früher nicht die vielen Wiesen mit den wilden Kräutern und bunten Sommerblümchen dazwischen? Ein Farbenmeer aus gelb, rot und violett mit den unzähligen Schattierungen. Tatsächlich sind wir heute schon froh, wenn wir überhaupt eine Wiese finden, die nicht in einen Acker umgepflügt wurde (oder bebaut ist). Aber auch diese Grünflächen sind eben nur flächig grün (schönes grün, durchaus, aber nicht mehr). Wo sind all die Wildblumen hin?

 

Spielt uns die Erinnerung einen Streich? Wem fällt spontan eine richtige, wildwachsende Blumenwiese ein? Eigentlich schade drum. Ein Blumenkind wird unser Vierbeiner so nicht mehr. Höchstens ein grasgrünfleckiger Wirbelhund.

 

Wir haben jetzt in unserem Garten Wildblumen ausgesät. „Bienenfreundlich“ steht darauf. Boah. Man fühlt sich fast wir ein Pionier.

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