Im Spielzeugparadies

Ein Blick in Nachbars Garten: Dort finden sich vom Junior des Hauses ein Fußball und eine Schaukel. Fertig, Ein Blick zu uns dürfte den Jungspund neidisch machen, denn unsere Wuchtbrumme braucht Auswahl und Abwechslung. Und wehe, jemand wagt es, den Lieblingsstock wegzunehmen!

Seit geraumer Zeit schleppt Madame ja alle möglichen Aststücke aus dem Wald mit nach Hause (siehe Artike „Selbstversorgung“). Und sie braucht alle. An sich liegt das Holz ja nur so herum, mehr oder weniger dekorativ. Wehe aber, es kommt jemand auf die Idee, ein Mitbringsel in Richtung Müll zu tragen – da kann Bailey noch so fest schlafen, die Fingerspitzen berühren kaum das Holz, steht sie plötzlich da und beobachtet das weitere Geschehen argwöhnisch. Was machst Du da? Finger weg!

Wieviel Spielzeug braucht EIN Hund?
Wieviel Spielzeug braucht EIN Hund?

Aber nicht nur ihren Scheiterhaufen bewacht sie mit eiserner Hand. Da wären noch diverse Bälle. Ein längst kaputter Fußball wird genauso herumgeschleppt wie der kleine Zahnpflegeball. Und ein Kauseil scheint, wie auch guter Wein, erst mit zunehmendem Alter interessant zu werden: Je länger es draußen gelegen hat und es darauf regnete, je öfter Ameisenstraßen schon den direkten Weg über das Hindernis gesucht haben, je häufiger das Seil in Matsch und Schmodder eingeweicht wurde und je mehr Kleinstgetier sein Wohnquartier da drin bezogen hat, desto interessanter und wohlschmeckender wird das Teil. Genauso wie Kauknochen, getreu dem Motto: Gut aufgequollen ist halb verdaut.

Manchmal fürchten wir schon, dass unser Wonneproppen ein Messie sein könnte und demnächst RTL 2 eine Doku bei uns drehen wird. Wenn dann noch Tine Wittler vorbeischneit und anfängt, sinnlos Gegenstände um uns herum zu trapieren, werden wir aber ein ernstes Wörtchen mit unserem Wackel sprechen müssen!

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