Sechspfotenläufer (I)

Eifrige Blogleser und Facebook-Freunde wissen es: Herrchen und Bailey gehen seit einiger Zeit gemeinsam Joggen. Damit wird praktischerweise das Angenehme (Gassi gehen) mit dem Nützlichen (Ausdauersport) verbunden. Während Herrchen parallel an seiner Lauftechnik feilt und Wettkampfvorbereitungen trifft, gelten für das Training mit Hund ein paar spezielle Regeln. Für alle (künftigen) Sechspfotenläufer haben wir daher ein paar Tipps und Erfahrungen notiert.

Wer darf laufen?

Schon der gesunde Menschenverstand sollte ausreichen, um zu wissen, dass Welpen und alte Tiere nicht über Trainingsparkoure gescheucht werden sollten. Auch bestimmte Rassen eignen sich eher weniger für den Laufsport: Einem Mops etwa würde man damit keinen Gefallen tun (sorry Skalli). Und wie beim Menschen ist doch klar: Bei Verletzung und Krankheit, etwa Erkältung, sollte mindestens pausiert werden. Und übergewichtige Tiere sollten natürlich nicht von jetzt auf gleich zum Marathon bewegt werden. Im Zweifel hilft ein Gespräch mit dem Tierarzt des Vertrauens.

Wie lange sollten Herr und Hund laufen?

Sechspfotenläufer
Sechspfotenläufer

Hunde sind grundsätzlich zum Laufen geschaffen und Fünf- bis Zehn-Kilometer-Läufe sollten im Prinzip problemlos möglich sein. Allerdings, gerade beim ersten gemeinsamen Lauf, sollte auf Ermüdungserscheinungen geachtet werden. Langsame Streckensteigerung sorgt für ein kontinuierliches Training und hilft dem Tier, sich an die Strecke zu gewöhnen. Kann der Vierbeier locker neben Herrchen oder Frauchen hertraben, ist alles in Ordnung. Bei einem ehrgeizigen Streckentraining sollte im Zweifel der Liebling lieber zu Hause bleiben. Wichtig ist an Folgendes zu denken: Natürlich legt der Hund beim Gassigehen dutzende Sprints hin und bringt es damit auch auf einige Kilometer hin, dies ist aber eine absolut andere körperliche Anstrengung als der Dauerlauf, denn dabei gibt es keine oder kaum eine Verschnaufpause.
Und natürlich gilt: Hitzerennen sind ein absolutes No-Go.

Welche Ausrüstung ist notwendig?

Es gibt spezielle Joggingleinen mit Bauchgurt für Herrchen und Geschirr für den Vierbeiner für teilweise recht happige Preise.
Herrchen selbst ist vom Bauchgurt wenig begeistert gewesen: Zwar hatte er die Hände frei, dafür aber einen schweißtreibenden Gurt um die Hüfte. Außerdem riss die Leine sehr schnell vom Gurt ab, als Bailey einer Duftspur dringend und abrupt folgen musste. Jetzt gehen die Beiden nur mit der Leine in der Hand laufen, die aus einem Gummigemisch besteht und damit Bailey einen gewissen Bewegungsspielraum gibt. Dies funktioniert natürlich nur, wenn der Vierbeiner weiß, wie hund an Leine zu gehen hat.
Am Besten ist es natürlich ganz ohne Leine, was aber Erstens den gesetzlichen Bestimmungen des jeweiligen Bundeslands unterliegt, Zweitens nur funktioniert, wenn der Hund seine Kommandos kennt (und auch umsetzt!) und sich nicht durch Radfahrer oder andere Hunde ablenken lässt und Drittens einfach im Auge behalten werden kann. Dann sollten natürlich auch die Grundkommandos im Gepäck dabei sein.
Last but nor least: Auf längeren Strecken lohnt es sich, an etwas Wasser zu denken. Sowohl für den Läufer als auch den Vierbeiner kann ein Schluck zur rechten Zeit der perfekte Schub für die nächsten Kilometer sein.

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