Pffnaaatschie!

Gerade nähert sich die Hand der Chipstüte, vorsichtig, um nicht zu rascheln, schließlich ist der Film unheimlich spannend, als ein jähes „Pffnaaatschie!“ erschrillt und die Tüte fast zu Boden wirbeln lässt. Ein weiteres „!PFFNAAATSCHIE!“ später wissen wir: Es war unsere Wuchtbrumme, die da durch die Gegend niest.

Und da zwei Tage später keine Besserung eintritt, heißt es: Ab zum Tierarzt (Geldbeutel nicht vergessen!). Bailey springt auch gleich in ihrer typischen „Hallo-hund-ist-da-wo-ist-ein-Anderer-zum-Toben?“- Art zur Tür hinein in die Praxis. Niemand wartet vor uns, also gleich auf die Waage (30 Kilo Trampelgewicht) und ab ins Sprechzimmer.

Dort scheint unsere Madame das erste Mal zu realisieren, wo sie ist und wird plötzlich ganz vorsichtig („*flüsterpfnatschie*, hörst du, Chef, hund niest nur noch ganz bisschen wenig leise, können wir wieder gehen?„). So richtig verkrümeln kann sie sich jetzt aber nicht mehr und versucht es eben mit traurig gucken.

tierarztDa kommt auch schon die Ärztin ins Zimmer, statt wedelnd aufzuspringen, schaut Bailey noch ein bisschen betröppelter („Das ganze Elend dieser Welt auf diesen schmalen Hundeschultern. Hachpfnatschie. Wir wollten doch gerade gehen?„). Schafft sie es auf den Untersuchungstisch, werden wir gefragt. Na klar, im Wald springt sie über jeden Baumstamm wie eine Gazelle (zugegeben, der Vergleich mit einem so grazilen Tier hinkt). Doch statt eines kräftigen Sprungs erlebt Herrchen nur abgrundtief wehmütigen Augen, die verzweifelt fragen, was das arme Tier hier soll.

Es hilft nix, das Lebendgewicht wird dann eben von Herrchen hochgewuchtet. Wie ein nasser Sack hängt sie in den Armen, außer Stande, ein Lebenszeichen von sich zu geben, leise fluchend, dass die Sache mit der Schwerkraft nie so funktioniert, wie hund es gerne hätte. Einen ähnlichen Gedanken hat Herrchen auch gerade.

Küssen!“ schießt es Bailey da durch den Kopf. Hat ja noch immer geholfen. Also wird die Ärztin abgeschlabbert, dann der Chef, ach, hätte hund nur zwei Köpfe, sie würde stereo und synchron küssen, wäre sie hier nur schon wieder weg! Sie wird abgetastet und gekrault („Hey, was war das an meinem Popo? Hey, was ist das IN meinem Popo?„). Dann wird die Nase untersucht, ganz tapfer lässt sie sich hineinleuchten. Und damit ist endlich die Untersuchung unserer Lampe Labradordame beendet. Das heißt, erst nach zwei kleinen Spritzen („Chef, was ist zwei Spritzen? Chef? WasMachtDieDaMitDenDingern? ChefChefCHEFCHEF! Oh, ein Leckerlie *schmatz*„)

Was für eine Aufregung für unsere kleine Maus. Ein Schnupfen ist es zum Glück nur. Jetzt heißt es kuscheln, ausruhen, ausruhen und kuscheln . Ein bisschen Jammern und Hundeblick üben. Und wieder kuscheln… Wie war das? Bei Erkältung hilft Liebe und („Wenn Du jetzt nochmal was mit Spritzen sagst…! PffnaaatSCHIE!„)

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