„Niedlich. Todkrank. Verhaltensgestört.“

Wissen wir denn kein besseres Thema vor Ostern als über Wühltischwelpen zu schreiben? Doch, wüssten wir, aber da gerade vor Festtagen diese Geschichte topaktuell und sehr wichtig ist, wollen sich Bailey und Herrchen an dieser Aktion im Sinne der Aufklärung gerne beteiligen. Zumal wir selbst bereits Kontakt mit Zuchthändlern diesen Schlags hatten.

„Der Tatort: ein Wochenmarkt irgendwo in Ungarn, Holland oder anderenorts. Alternativ auch ein dunkler Parkplatz in Deutschland. Das Opfer: nur wenige Wochen alt, oftmals krank. Ein Häufchen Elend, meist ohne gültige Papiere und nötige Impfungen. Die Täter: skrupellose Hundevermehrer, denen es nur um das schnelle Geschäft geht.“

 

Mit dieser und ähnlichen Beschreibungen weisen dieser Tage Tierschutzorganisationen wieder verstärkt auf den Handel „mit wehrlosen, viel zu früh von der Mutter getrennten Welpen“ hin, die „ein äußerst lukratives Geschäft für unseriöse Händler und Hundevermehrer in ganz Europa“ sind. So etwa auch Tasso e.V.

 

Dort heißt es weiter: „Auf Bestellung werden Moderassen aller Art und Größe gezielt für den Markt produziert und auf Märkten, dunklen Hinterhöfen und Parkplätzen verramscht. Besonders im Internet werden immer wieder solche ‚Wühltischwelpen‘ angeboten.“

 

Auch wir sind damit in Berührung gekommen, nachdem wir uns entschlossen hatten, einen Vierbeiner bei uns ein Hause zu geben (siehe Ein Hundehändler?). Es heißt also: „Augen auf beim Welpenkauf!“

 

Das Problem mit der Ware Hund erläutert Tasso e. V.: „Die Hunde sind in der Regel krank und hatten in ihrem kurzen Leben keine Chance auf eine artgerechte Sozialisation. Ob ein Welpe krank oder gesund ist, sieht man ihm auf den ersten Blick leider nicht unbedingt an. Deshalb ist es auch so schwierig, seriöse Anbieter von unseriösen zu unterscheiden. Die Maschen der Welpenproduzenten werden immer dreister. War früher der Preis ein Indikator dafür, dass es sich um ein unseriöses Angebot handelt, so haben die Vermehrer ihre Preise mittlerweile fast auf das Niveau seriöser Züchter angepasst. Auch die Tatsache, dass das Tier gechippt ist, ist kein Garant für ein langes, gesundes Hundeleben.“

 

Ein erster Schritt ist da schon einmal, einen Welpen nicht als praktisches Geschenk zu verstehen, denn hinter dieser Überraschung steckt ein kleines, empfindsames Wesen, das nur ein Leben hat – wofür wir Verantwortung tragen und zwar nicht nur solange, wie „es“ neu und interessant ist.

 

Mehr Informationen findet Ihr unter:

 

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